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"Kinder sind unsere Zukunft"

Kinder erobern ihre Welt in kreativen Lernwerkstätten

Sie haben die Chance Sie haben die Chance, sich selbst durch Lernen von kulturellen Grundfertigkeiten unserer Zivilisation neu zu entdecken. In kleinen kreativen Lernwerkstätten (gemischten Gruppen, 2 -6 Kinder mit Migrationshintergrund, Behinderung und/oder aus „Durchschnittsfamilien“) lernen Kinder „sich selbst zu kommunizieren“:



Ellipse: Bewegung   und  Sprachförderung



Lernwerkstatt Zirkuspädagogik Kinder lernen sprachliche Ausdrucksfähigkeit

Auf dem Stadtteilbauernhof leben Tiere, die sehr erfahren sind im Umgang mit Menschen, geduldig und bereit mit ihnen zu arbeiten. So ist es mittlerweile gelungen auch Ziegen, Eseln, Schweinen und Hühnern kleine Kunststücke anzudressieren, die sie nach intensiven Übungseinheiten bereit sind umzusetzen. Nicht nur die Tiere sondern besonders die kleinen und großen Dresseure lernen eine Menge dabei: Bei der Dressur von Tieren ist eine hohe persönliche Präsenz und punktgenaue Ansprache erforderlich. Schlüsselworte müssen in der Gruppe der Dresseure definiert und festgelegt werden. Durch sparsame aber präzise Wortwahl gelingt es den Kindern zu fokussieren und zu unterscheiden, was sie ausdrücken wollen. Kombiniert mit entsprechenden Körpersignalen entwickeln die Kinder Sprache und Bewußtsein für den persönlichen Ausdruck, sodass ihre Kommunikationsfähigkeit gefordert, durch die Reaktion der Tiere bestätigt und so bei den Kindern geschult wird. Der größte Anreiz ist ein gelungenes Dressurstück für beide Partner: Mensch und Tier sind zufrieden und stolz, wenn es gemeinsam gelungen ist. Erstaunlicherweise überträgt sich die Entspannung der Tiere nach gelungener Arbeit und einem entsprechenden Lob auf den Menschen und wirkt so zurück. Diesen Prozeß auf den Weg zu bringen, zu steuern und im richtigen Moment wieder zu beenden ist die Kunst tierpädagogischer Arbeit.




Ellipse: Integration  und Lernförderung


Lernwerkstatt Kulturtechniken unserer Gesellschaft

Das moderne Kind hat seine Erfolgserlebnisse vorrangig im Schulalltag. Darüber hinaus werden lediglich sogenannte Mittelschichtskinder durch Mitgliedschaft in Sportvereinen, Musikunterricht oder anderen Kreativangeboten in der Entwicklung ihrer individuellen Fähigkeiten gefördert. Kinder aus niedrigen Einkommensgruppen und Kinder mit Behinderungen, die sich nicht selbständig bewegen können, haben meist keine Gelegenheit in ihrer Freizeit mit anderen Kindern Sport zu treiben oder Kulturangebote wahrzunehmen. Sichtbare Erfolge gibt es dadurch seltener. Insbesondere bei Kindern, die in einer leistungsorientierten Massenbeschulung nicht zurecht kommen, verdörrt diese Wurzel der Selbstentwicklung und –zufriedenheit sehr. Umso wichtiger wird für Kinder sich, neben dem Sport, die Welt der handwerklichen und musikalischen Fähigkeiten zurück zu erobern. Kinder, die sich hier gemeinsam ausprobieren, können den Leistungsdruck des Schulalltags abbauen, die Fähigkeiten ihrer Hände spüren und sinnliche Erfahrungen machen, die ihnen wiederum helfen sich selbst und andere zu verstehen. Dabei sind alte Kulturtechniken wie

  • Wolle waschen, zupfen, kämmen, filzen, färben und spinnen
  • Melken, Milch dicklegen und käsen
  • Gartenanbau-, pflegearbeiten und -ernte
  • Verarbeiten von Kräutern und Gemüsen in der Küche
  • Floristik und Kosmetikherstellung
  • Steine bearbeiten und Kunstobjekte gestalten

sehr hilfreiche Medien der Selbstentwicklung vom kleinen bis zum großen Erfolgserlebnis. Hier hat sich bewährt in kleinen gemischten Gruppen zu werkeln und „sich zu kommunizieren“ selbst ruhige Kinder werden hier gesprächig. An und über seine Gewerke plaudernd ist jeder in diesem Bereich neu und bringt sich mit unterschiedlichen Talenten ein. Die Kinder erzählen ähnliche Erfahrungen, die sie erinnern, oder was sie mit dem Verbinden, was sie gerade zu tun haben. Hierbei stören weder Sprachschwierigkeiten noch Behinderungen. Mittlerweile haben viele Kinder mit Behinderungen ebenfalls einen Migrationshintergrund und die Grenzen der integrativen Arbeit „verflüssigen sich“. Am Ende werden die Objekte, die angefertigt wurden in Vitrinen und Bilderrahmen ausgestellt. Kleine Zirkusstücke und Theaterszenen mit Tieren werden in einer selbstgestalteten Naturstein- Arena bei verschiedenen jahreszeitlichen Feiern des Bauernhofs gezeigt.




Ellipse: außerschulische Bildung


Lernwerkstatt Abstraktes Denken, Schreiben und Rechnen

Mit denselben Gruppen wie oben sollen auch Förderangebote im Bereich Legasthenie und Dyskalkulie sowie Schularbeitenhilfen stattfinden, denn wer gemeinsam werkelt, kann auch gut gemeinsam denken, reden und abstrahieren. Hier muss nun nicht der Natur nachempfundenes Material zu Hilfe genommen werden, sondern kann zu großen Teilen das vorhandene selbst erzeugte oder bearbeitete Material genommen werden. Die Sinnzusammenhänge werden fühlbar, sichtbar, tastbar und greifbar, sodass es nachvollzogen wird, welche Anzahl an Samenkörnern für eine bestimmte Menge Pflanzen gebraucht werden. Wieviel Milch gebraucht wird , um einen Käse zu erzeugen und wie diese Prozesse be- und geschrieben werden, wird ebenfalls gelernt.

   


Ellipse: Gesunde Ernährung  und Bildung


Lernwerkstatt Säen, Ernten, Kochen

Dieses Angebot hat bereits Tradition auf dem Stadtteilbauernhof, konnte in den letzten Jahren aber aufgrund von Personalmangel nur sehr reduziert angeboten werden und soll im Rahmen der Kleingruppenarbeit in Lernwerkstätten neu gestaltet werden. Zurzeit wird zwei mal wöchentlich ein Essen mit Kindern auf dem Bauernhof zubereitet und einmal in der Woche am Lagerfeuer Gemüse und Geflügel gegrillt. Auch die Küche auf dem Stadtteilbauernhof ist ein Ort, sich eigene Fähigkeiten zu erschließen und sich Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Sie soll im Rahmen des Projekts nicht nur der Versorgung sondern vor Allem der Allgemeinbildung und Persönlichkeitsbildung dienen. Die Kinder erleben durch den Zusammenhang von Garten und Küche sinnlich und ganz anders als sie es aus der Fertigkosternährung aus dem Supermarkt gewöhnt sind. Sie setzen sich mit dem Geschmack und dem Wert von Pflanzen und Natur in bisher nicht gekannter Weise auseinander und „begreifen“ im wahrsten Sinne des Wortes den Wert von Natur und guter Ernährung. Auch hier wird in pädagogischer Begleitung die Kommunikation über Nährwerte, Gesundheit und über so pragmatische Fragen wie Zutaten und Mengen kommuniziert, sodass Sprache und Rechnen außerhalb der Schule und ganz nebenbei die Alltagskompetenz der Kinder stärkt.

Weitere Aspekte dieses Angebots sind:

  • Kinder, die zu Hause nur unzureichend ernährt werden mit einem gesunden regelmäßigen Essen zu versorgen
  • Kindern zu vermitteln was gesund und was ungesund für ihre körperliche Entwicklung ist
  • Kindern langfristig beizubringen gesund und preiswert zu kochen

Je nach Bedarf der Kinder kann das Angebot im Rahmen der Lernwerkstätten bis zu einem 4-tägigen Angebot in der Woche erweitert und hier auch durch eigenes Personal des Stadtteilbauernhofs unterstützt werden.  

Neben der Ernte aus dem Bauernhofgarten werden zusätzliches Gemüse und Obst für die Versorgung der Kinder aus einer nahegelegenen Supermarktfiliale gespendet. Ein Zukauf von Grundnahrungsmitteln, Gewürzen und Milchprodukten und Küchenutensilien ist im begrenzten Umfang erforderlich.


Der integrative Aspekt des Projekts

Die Ergänzung des Stadtteilbauernhofangebots und seiner bisherigen Projekte durch die Förderung von Kleingruppen in sogenannten „ Lernwerkstätten“ stellt eine methodische Erweiterung dar. Die Angebote sollen gezielt einer Auswahl von Kindern aus Förderschulen in der näheren Umgebung zugute kommen und Kindern mit Behinderungen, die über die „Gesellschaft für integrative Sozialarbeit“ den Stadtteilbauernhof besuchen. So können bereits entstandene Kontakte zu einer großen Zahl von Kindern mit Behinderungen durch die gezielte Förderung einzelner Kinder mit Behinderungen oder Lernbehinderungen intensiviert und vertieft werden. Den Besucherkindern mit Migrationshintergrund, die sowohl unter den „gesunden“ Besucherkindern des Bauernhofs zu finden sind, wie unter den Kindern mit Behinderungen wird ebenfalls Rechnung getragen, denn sie werden ebenfalls integrativer Bestandteil der kleinen Gruppen. Mit diesem Projekt wird eine echte integrative Arbeit geleistet, die sich nicht auf die Kategorisierung von verschiedenen Zielgruppen konzentriert, sondern an gemeinsamen Lernfeldern und Entwicklungspotentialen arbeitet, die  sich vielen Kindern in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr ohne eine solche zusätzliche Hilfe erschließen.
Der Bereich Gärtnern und Kochen kommt im Ergebnis nicht nur den Kindern aus den hier arbeitenden Kleingruppen zugute, sondern allen Kindern, die den Stadtteilbauernhof besuchen und im Anschluss an der in der Lernwerkstatt zubereiteten Mahlzeit teilnehmen dürfen.

 

 

 

 

       

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